Vereinschronik

 

Die Vorkriegszeiten

 

Bereits am 09.03.1913 gründete schon die Bohnhorster Jugend einen Jugendverein (Verein zur Förderung der Jugendpflege der Gemeinde Bohnhorst), wo die Sportarten Fuß-, Schlag- und Schleuderball betrieben wurden. Freiwillig und bollwerksweise erfolgte die Herrichtung eines Spielplatzes an der Holzstraße Brünsloh. Besitzer dieses Grundstückes war August Sundmäker. Der 1. Weltkrieg hat dann alle Aktivitäten zum Erliegen gebracht. 

 

Im Jahre 1921 fanden sich einige Bohnhorster Männer zusammen und gründeten einen Sportverein. Der Verein zählte zu dieser Zeit ca. 50 Mitglieder. Da die wirtschaftliche Lage sehr schlecht war, stand für die Beschaffung von Sportgeräten kein Geld zur Verfügung, so dass sie einen Radfahrverein unter dem Namen "Möwe" gründeten, weil der "Eine oder Andere" bereits ein Fahrrad besaß.

 

Mit viel Geschick und Bastelei wurde dieses vorhandene "Sportgerät" ergänzt, gepflegt und erhalten. Am Anfang beteiligte man sich im bescheidenen Rahmen auf Sportfesten. Nach eifrigem Training wurden später Wettkämpfe im Mannschaftskunstradfahren in Wellie, Kleinendorf, Schamerloh und Woltringhausen bestritten. Es gab Ehrenurkunden,auf denen 1.Plätze verbrieft waren. Nach Aussagen älterer Bürger erstrecken sich die Aktivitäten auch in den Geräteturnbereich. Jedes Mitglied war im Besitz der Vereinsnadel. Um das Vereinsleben symbolisch zu krönen, wurde im Jahre 1924 ein Banner angeschafft. Das Banner hatte viele Jahre einen Platz in der Schule gefunden,leider ist es abhanden gekommen.

 

Aufgrund des Ausbruches des 2. Weltkrieges und des damit verbundenen Umbruches konnte die Vereinstätigkeit Ende der 30-iger Jahre nicht mehr aufrechterhalten werden. Die auf dem Saal Quellhorst befindlichen Turngeräte wurden bei Ausbruch des Krieges weggeschafft. Der Saal stand dann für die Lagerung von Getreide zur Verfügung.

 

 

 

Die Nachkriegszeit und Gründungsphase des "TuS"

 

In der Versammlung vom 20.02.1948 erfolgte die Gründung des "TuS" Turn- und Sportverein Bohnhorst. Den Vorstand bildeten:

 

- die Vorsitzenden: Hans Jörn und Otto Holz;                              

- der Kassierer: Willi Bureck

 

Der Schwerpunkt der sportlichen Vereinsaktivitäten lag bei den Damen und Herren im Geräteturnen in den Bereichen Reck, Barren und Pferd.

 

Auch Volkstänze, gymnastische Übungen und Ballspiele sorgten bei den Damen für einen abwechlungsreichen Spielbetrieb. Obwohl auch eine Fußballabteilung gegründet wurde, konnte diese Sportart nicht ausgeführt werden, weil kein Sportplatz zur Verfügung stand. Alle Sportarten sowie auch das 1. Herbstfest 1948 mit Turnen und Volkstänzen wurden in dem Saal beim Vereinswirt Ferdinand Quellhorst ausgeführt.

 

Die Gewinne dieses ersten Festes fielen der Währungsreform zum Opfer. Ende 1948 war man finanziell schon wiedre soweit, dass 16 Paar Keulen und ein Medizinball angeschafft werden konnten.

 

In den Folgejahren wurden mit Erfolg Gerätewettkämpfe mit den Nachbarvereinen Diepenau, Nordel und Großenvörde bestritten.

 

Auch die Damen hatten Erfolge zu verzeichnen: so z. B. erhielten auf dem Stiftungsfest in Diepenau von 14 teilnehmenden Turnerinnen 13 eine Auszeichnung.

 

Ab 1951 klagte man über eine mangelhafte turnerische Beteiligung. Auch das vorgesehene Bezirksturnfest musste wegen fehlendem Sportplatz abgesagt werden. Damit enden die Berichte.

 

Ehemalige aktive Turner sagen aus, dass die Turntätigkeit bis in die 60iger Jahre ausgeübt wurde.

 

 

 

Die "Erwachung" - Neuorientierung ab 1959

 

Auf Initiative von Bürgermeister Fritz Fröhlking und einiger Sportsfreunde wurde am 05.09.1959 eine "Erwachungsversammlung" mit dem Ziel einberufen, den Verein neu zu organisieren und die Sparte Fußball zu gründen. Der Vereinsname erhielt den Zusatz "Blau-Weiß".

 

Als Vorsitzende wurden Heinz Winkler und Willi Hasfeld, der vorher als Kassierer tätig war, gewählt. Von ihm konnte der noch vorhandene Kassenbestand in Höhe von 174,95 DM übergeben werden, damit stand etwas Grundkapital für die Beschaffung von Sportgeräten zur Verfügung. Als Vereinslokal wurde die Bahnhofsgaststätte Ferd. Quellhorst gewählt, die auch den aktiven Sportlern wie Turner, Schützen, Tischtennisspielern den Saal für die Ausübung der Aktivitäten zur Verfügung stellte.

 

Die Fußballer trainierten sonntags von 10-12 Uhr auf dem Schulplatz. Im November des Jahres wurde dann mit den Nachbarvereinen ein Fest unter der Dorflinde mit Tombola, Theater, Musik und Tanz gefeiert, ein Riesenerfolg!

 

In einem Protokoll der Gemeinderatssitzung der Gemeinde Bohnhorst vom 19.04.1955 heißt es, dass die Bohnhorster Sandkuhle bei Reckweg Nr. 52 als Sportplatz vorgesehen ist. 1957 wurde dann im Rahmen der Flurbereinigung der Sportplatz endgültig an der Straße Bohnhorst - Hauskämpen "Schwalenberg" ausgewiesen. Nachdem der vom Architekten Meerhoff erstelle Plan des Sportplatzes genehmigt war, begann man Ende 1958 sofort mit der Errichtung des Platzes. Das bedeutete natürlich, dass ein Großteil der anstehenden Arbeiten wie Anpflanzen von Pappeln, Erstellung der Einfriedigung sowie Erd. und gewisse Handwerkerarbeiten etc. in Eigenleistung erbracht werden mussten. Diese Tätigkeiten wurden auch teilweise sonntags ausgeführt.

 

Die Planierungsarbeiten führte die Firma Bollhorst, Bohnhorst, durch. Für den außergewöhnlich großen Einsatz bei der Erstellung und Betreuung des Sportplatzes erhielt das Vereinsmitglied Willi Preuß die goldene Ehrennadel.

 

Das Jahr 1960 war für damalige Verhältnisse ein Jahr der vielen Wünsche und Ziele, die auch zum großen Teil in Erfüllung gingen. Ostern 1960 wurden die ersten beiden Fußballspiele der Herrenmannschaften gegen Haselhorn ausgetragen. Für die Turnergruppen konnten einige Geräte wie Pferd, Bock und Matten gekauft werden.

 

Die Schießsportgruppe bekam ein Luftgewehr, die damit auf dem Saal ihre Schießübungen und vereisinternen Preiswettkämpfe austrugen.

 

Am 24./25. Juni 1961 konnte der Sportplatz eingeweiht werden. Endlich hatte der Verein einen eigenen Sportplatz, jedoch keine Toilette und Umkleideraum. Man war nun nicht mehr auf den Sportplatz des SV Warmsen angewiesen, der bis dahin freundlicherweise den Bohnhorster Mannschaften zur Verfügung gestellt worden war. Mit Beteiligung der Nachbarvereine Warmsen, Haselhorn, Großenvörde, Uchte und Deblinghausen wurden Fußballpokalspiele ausgetragen. Auch die Bohnhorster Schülermannschaft stellte ihr Fußballkönnen gegen die Mannschaft aus Lavelsloh vor.

 

In den Folgejahren wurde immer deutlicher, dass ein Umkleideraum fehlte. Die Spieler mussten sich unter freiem Himmel oder, falls überhaupt vorhanden, im Auto umziehen. Der Vorstand in Verbindung mit dem Gemeinderat haben immer wieder versucht, geeignete Umkleidemöglichkeiten zu schaffen. So stand 1965 der Kauf eines ausgemusterten Reisewaggons (13m lang, 12 Tonnen schwer) kurz vor dem Abschluß,welcher wegen der Transport- und Montageschwierigkeiten hier vor Ort nicht zustande kam. Zeitweise war auch ein ausgedientes LKW-Oberteil als Umkleideunterstand aufgestellt. 1966 konnte dann endlich ein Umkleidehäuschen im Blockhausstil erstellt werden.

 

Der TuS Blau-Weiß Bohnhorst wurde am 22.07.1968 als Verein "e.V." vom Amtsgericht Uchte in das Vereinsregister eingetragen. Der Gemeinderat bewilligte schließlich 1968 den Bau eines massiven Sporthauses einschließlich Toiletten und Duschen (Größe 15x8 m) und erteilte der Firma Hermann Meier, Bohnhorst, den Bauauftrag.

 

Wieder wurde von den Sportsfreunden ein großer Anteil von eigenleistungen erbracht, zumal auch noch die elektrischen Leitungen und Wasserrohre vom Nachbarn Reckweg verlegt werden mussten. Im Juni 1970 übergab Bürgermeister Fröhlking das Sporthaus dem TuS.

 

 

 

Die siebziger Jahre 

 

Obwohl man schon seit 1962 vereinsintern im Saal Quellhorst Tischtennis gespielt hatte, erfolgte, erfolgte die offizielle Gründung der Tischtennissparte auf der Generalversammlung 1971. Jetzt nahm die Mannschaft auch am Punktspielgeschehen teil. Nach der Renovierung der oberen Schulräume wurden hier alle Begegnungen ausgetragen.

 

1973 wurde eine Jugendspielgemeinschaft mit dem SSV Steinbrink gebildet, später durch die Vereine SG Schamerloh und SC Lavelsloh erweitert. Sie trug den Namen der beteiligten Sportvereine (Bohnhorst/Steinbrink/Schamerloh/Lavelsloh) "BSSL-Südwest". Dieser Zusammenschluß war erforderlich, weil aus spieltechnischen Gründen nur Jugendmannschaften aus zwei Altersjahrgängen gebildet werden durften. Die SG Schamerloh schied 1993 aus dieser JSG wieder aus.

 

1973 installierte die Hastra auf dem Sportgelände eine Lichtanlage, womit die Voraussetzung für eine Trainingsbeleuchtung für den Sportplatz geschaffen war.

 

Aufgrund des starken Mitgliederzuwachses (187 Sportsfreunde, Stand 1975) wurden 1975 die Sparten Leichtathletik, Damenhandball und Jugendturnen gebildet. Um auch den neuen Sparten Möglichkeiten für die Durchführung des Trainings und Wettkampfs zu geben, wurde auch aus Sicherheitsgründen der Sportplatz an der östlichen Seite erweitert. Durch die intensive Nutzung des Sportplatzes durch die Herren- und Jugendmannschaften sowie durch die Austragung der Punktspiele der neugegründeten Mannschaft der SG Schamerloh, wurde 1977 eine vollständige Renovierung erforderlich. Um eine längere Zwangspause zu vermeiden, verzichtete man dabei auf einen Umbruch der alten Grasnarbe.

 

Die Unebenheiten des Sportplatzes wurden mit Mutterboden ausgeglichen. Anschließend erfolgte die Einsaat mit einer Drillmaschine in die alte Grasnarbe. Der Platz konnte nach der Neueinsaat nicht genutzt werden, deshalb war die vorübergehende Anpachtung eines Ausweichplatzes am Witthornweg erforderlich.

 

Um auch den Mannschaften während der Dunkelheit das Trainieren zu ermöglich, wurde 1979 auf dem westlichen Sportplatz zwei Masten mit Flutlichstrahlern installiert, die für eine Beleuchtung des Tor- und Strafraumbereiches sorgten. Die Erweiterung dieser Sportplatzbeleuchtung für die gesamte Spielfläche erfolgte 1981. Ab diesem Zeitpunkt werden auch Trainingsspiele während der Dunkelheit durchgeführt.

 

 

 

Die achtziger Jahre

 

Durch die Schließung der Gaststätte Quellhorst-Winkler wurde die Verlagerung des Vereinslokals erforderlich. Gemäß Beschluß der Gerneralversammlung 1981 erfolgte die Verlegung in die Gaststätte "Zur Post" Bohnhorst.

 

Auch das Sporthaus war zwischenzeitlich infolge der bereits erwähnten größeren Beanspruchung renovierungsbedürftig. Die Instandsetzung fand mit erheblichem finanziellen und zeitlichen Eigenleistungsaufwand im Jahr 1982 statt. Gleichzeitig konnte ein Gerätehaus für die Unterbringung von Gerätschaften erstellt werden. Das Gebäude stellte freundlicherweise die Familie Rohlfing Nr.51 kostenlos zur Verfügung, so dass lediglich Abriß- und Aufbaukosten entstanden. Auch hier wurde ein beispielhafter Einsatz in Form von Eigenleistungen der Mitglieder zum Wohle des Vereins erbracht.

 

Im Frühjahr 1983 konnte der seit längerem geplante Zuschauerunterstand fertiggestellt werden, um den treuen Zuschauern auch bei schlechten Witterungsbedingungen das Zuschauen erträglicher zu machen. Aufgrund des guten Zuspruchs erfolgte 1987 eine Erweiterung und der Bau eines Verkauspavillions.

 

In Zusammenhang mit dem Sportfest 1984 wurde auch das 25-jährige Bestehen der Fußballsparte gefeiert. In der Feierstunde konnten im Beisein zahlreicher geladener Gäste mehrere Vereinsmitglieder für die 25-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt werden.

 

Das Sportprogramm war besonders auf Fußball -35 Pokalspiele- ausgerichtet. Neben den Fußballpokalspielen wurde eine Tuchgymnastik der Damengymnastikgruppe zu der Musik der Saragossa-Band vorgestellt. Zu diesem Anlass wurde extra ein Tuch angefertigt. Auch das Tauziehen zwischen den örtlichen Vereinen sowie die Vorführungen des Schäferhundvereines Uchte wurde von den Zuschauern mit Begeisterung aufgenommen.

 

Sofort nach dem Sportfest 1984 wurde die Sportplatzsanierung in überwiegender Eigenleistung in Angriff genommen. Um die Voraussetzungen für eine schnellere Oberflächenwasserversickerung zu schaffen, mussten vorher mit einem Erdbohrer eine Vielzahl von Löchern in das Erdreich gebohrt werden, die anschließend mit Steinen und Kies verfüllt wurden. Danach wurde Mutterboden aufgefahren. Nach abgeschlossenen Planierungs- und Kultivierungsarbeiten erfolgte die Einsaat,die dann durch eine Berieselungsanlage gewässert wurde.

 

Mit großen finanziellen Aufwendungen konnte ebenfalls im Jahr 1984 ein leistungsstarker Rasenmäher mit Auffangwagen zur speziellen Pflege des Sportplatzrasens erworben werden. Bisher war der Rasen von TuS Mitgliedern mit einem Kreiselmäher vorgemäht worden,danach erfolgte dann der sehr arbeitsaufwendige Feinschnitt mit Handmähern.

 

1987 wurde mit Unterstützung der Gemeinde in der 1. Etage des früheren Schulhauses ein Übungsraum für die Sparten Tischtennis und Damengymnastik renoviert bzw. erstellt. Die vorhandenen baulichen Gegebenheiten ließen leider keine größere, optimale Lösung zu.

Im Mai 1987 trafen sich erstmals jeden Montag regelmäßig ehemalige männliche Sportler und Sportinteressierte zu einem Gymnastik-, Bewegungs- und Fußballabend unter dem Motto "Wer rastet - der rostet". Sie nannten sich Montagssportler und hatten das Ziel, mit der Ausführung ihrer Sporttätigkeiten fit zu bleiben und auch überflüssige Pfunde abzutrainieren.

 

Schon Anfang 1988 begann man mit den Vorbereitungen für das Jubiläums- und Sportfest, das aus Anlass des 40-jährigen Bestehens vom 09.-11.06.1988 gefeiert wurde. In einem festlichen Rahmen und mit vielen Gästen aus den Bereichen Komunalpoltik, Verbänden, Sparkassen, Sport und Feuerwehr konnten mehrereVereinsmitglieder für ihre 40-jährige Mitgliedschaft geehrt und mit der goldenen Nadel ausgezeichnet werden. Die zeitgleich laufende Sportwerbewoche wurde mit einem größeren Programm aller Sportarten durchgeführt. Die Zahl der Vereinsmitglieder war auf 256 Sportfreunde angestiegen.

 

 

 

Die neunziger Jahre

 

Die bereits oben genannte, 1973 installierte und 1981 erweiterte Trainingsbeleuchtung entsprach aufgrund der schwachen Lichtleistung nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Seit Einführung der Winterpause im Fußballspielbetrieb musste nun mehr auf Wochentagsspiele während der Abendstunden ausgewichen werden. Um diese Heimspiele austragen zu können, war eine leistungsstarke Flutlichtanlage erforderlich. Diese Wurde dann nach Erteilung der Genehmigung im Jahre 1991 installiert. Erdarbeiten, Herstellung der Fundamente, Aufstellung der Flutlichtmasten, Erdkabelverlegung, Montage etc. wurden in der mittlerweile schon traditionellen Eigenleistung duch Vereinsmitglieder erbracht. Die Flutlichtanlage besteht aus sechs konischen Masten und Traversen aus Stahl mit einer Höhe von 18 m. Diese sind jeweils mit vier asymmetrischen Scheinwerfern à 1000 Watt ausgestattet, die eine Lichtleistung von 160 Lux erbringen. Für die Verankerung der Masten und Traversen wurden Fundamente von 2,0 x 2,0 m bei 2,50 m Tiefe erstellt. Am 02.04.1992 erfolgte die Einweihung der Anlage unter Beteiligung von Helfern,Mitgliedern beteiligter Firmen und geladenen Gästen.

 

Trotz aller Bemühungen seitens des Vereins in den vergangenen Jahren, den Sportplatz durch ständige Ausbesserungsmaßnahmen wie Aufbringen von Mutterboden und Rasensoden, neuer Einsaat usw. instandzuhalten, war das Spielfeld den ständigen starken und immer mehr steigenden Beanspruchungen nicht mehr gewachsen.

 

Der TuS unterhielt inzwischen fünf Jugend- und drei Herrenmannschaften. Der gesamte Training-, Freundschaft- und Punktspielbetrieb musste auf einem Sportplatz abgewickelt werden. Um einen reibungslosen Spielbetrieb aufrechtzuerhalten, musste schließlich der Sportplatz erweitert und eine zweite Spielfläche geschaffen werden.

 

Nachdem die zuständigen Behörden und Verbände die Genehmigung dazu erteilt hatten, konnte die erforderliche Fläche von der Familie Ensemeier angepachtet werden. Sofort im September 1992 wurden die Dränierungs-, Kultivierungs- und Erdarbeiten in Angriff genommen.

 

Die schlechte Wetterlage im Herbst und der folgende Winter erzwang eine Unterbrechung dieser Arbeiten bis April 1993. Nach der Raseneinsaat und der Erstellung der Umzäunung konnte der B-Platz am 25.08.1994 für den Spielbetrieb freigegeben werden.

 

Aufgrund der dargestellten fortschreitenden Vereinsentwicklung infolge des stärkeren Spielbetriebes im Damen-, Herren- und Jugendbereich, konnte auch das im Jahre 1969 erbaute Sporthaus den wachsenden Erfordernissen nicht mehr gerecht werden. Auch hier musste zukunftsweisend geplant werden. Die Vorstellungen und Wünsche wurden nach und nach durch Vorplanungen für den Sporthausbau im Jahre 1992 unter Mithilfe der Gemeinde Warmsen sowie durch den Architektenwettbewerb Anfang 1993 konkretisiert. In einigen Sitzungen mit den zuständigen Gremien wurden die Notwendigkeiten und Finanzierbarkeit für den Verein abgewogen, so dass schließlich die Bauleitung an den Architekten Martin Burek vergeben wurde. Durch die extreme schlechte Witterungslage musste der ursprünglich für Januar 1994 vorgesehene Baubeginn auf Ende April verschoben werden.

 

Im Sommer 1994 begannen die Sanierungsarbeiten des Altbaues, die durch enormen Einsatz schnell vorangetrieben wurden, so dass die Nutzbarkeit mit Beginn des Spielbetriebes wieder hergestellt war. Bereits Ende juli 1994 feierte man nach Beendigung der Rohbauarbeiten das Richtfest.

 

Der für März 1996 vorgesehene Einweihungstermin musste wegen der außergewöhnlich langen Frostperiode auf den 02.06.1996 verschoben werden. Unter großer Beteiligung von geladenen Gästen aus Wirtschaft, Verbänden, Vereinen und Mitglieder erfolgte in einem festlichen Rahmen die Übergabe des Sporthauses. Die ca. 95qm große Nutzfläche des alten Sporthauses konnte durch geringfügige Grundrißänderungen in seiner Funktion verbessert und in das neue Gebäude integriert werden.

 

Insgesamt verfügt das Sporthaus jetzt über eine Nutzfläche von 256 qm. Die Schmutzwasserbeseitigung erfolgt über eine Dreikammerkläranlage. Es muss mit Stolz erwähnt werden, dass vereinsseitig 8000 Arbeitsstunden in Eigenleistung erbracht wurden.

 

Nach 19 Jahren der 1. Kreisklassenzugehörigkeit steigt unsere 1. Herrenmannschaft 1999 in die 2.Kreisklasse ab, schafft aber in der Folgesaison den sofortigen Wiederaufstieg.

 

 

 

Das neue Jahrtausend

 

Auf der Sportwerbewoche im Jahr 2000 gibt ein Deutscher Meister sein Gastspiel im Tümpelteichstadion. Die Damen des FCR Duisburg, die zuvor gerade deutscher Meister geworden sind, treten in einem Freundschaftspiel gegen die SG Schamerloh an.

 

2007 geht es für die 1.Herren wieder runter in die 2. Kreisklasse. Aber auch diesmal schafft die Mannschaft 2008 mit einer beeindruckenden Bilanz und nur einer Saisonniederlage den sofortigen Wiederaufstieg.

 

Nach 33 Jahren in der 3. Kreisklasse schafft unsere 2. Herrenmannschaft 2009 am letzten Spieltag durch einen 5:2 Sieg gegen den FC Düdinghausen-Debl. II erstmals den Aufstieg in die 2. Kreisklasse. Ebenfalls gefeiert werden konnte in diesem Jahr das 50-jährige bestehen der Fußballsparte. Aus diesem Anlass kam auf der Sportwerbewoche Besuch vom Kreisvorstand, der Urkunden und Jubiläumsteller vom NfV und DFB überreichte.

TuS Bohnhorst, Zum Sportplatz 2, 31606 Warmsen-Bohnhorst