TuS Blau/Weiß Bohnhorst von 1948 e.V. 
           Gemeinsam. Stark. Erdverwachsen.

Chronik 1948 - 1998

50 Jahre TuS Blau/Weiß Bohnhorst e.V.

Die Vorkriegszeit
Bereits am 9. März 1913 gründete schon die Bohnhorster Jugend einen Jugendverein (Verein zur Förderung der Jugendpflege der Gemeinde Bohnhorst), wodie Sportarten Fuß-, Schlag- und Schleuderball betrieben wurden. Freiwillig und bollwerksweise erfolgte die Herrichtung eines Spielplatzes an der Holzstraße Brünsloh. Besitzer dieses Grundstückes war August Sundmäker (Kassens). Der 1. Weltkrieg hat dann alle Aktivitäten zum Erliegen gebracht.

Im Jahre 1921 fanden sich einige Bohnhorster Männer zusammen und gründeten einen Sportverein. Der Verein zählte zu dieser Zeit ca. 50 Mitglieder. Da die wirtschaftliche Lage sehr schlecht war, stand für die Beschaffung von Sportgeräten kein Geld zur Verfügung, so daß sie einen Radfahrverein unter den Namen "Möwe" gründeten, weil der Eine oder Andere bereits ein Fahrrad besaß.


Mit viel Geschick und Bastelei wurde dieses vorhanden "Sportgerät" ergänzt, gepflegt und erhalten. Am Anfang beteiligte man sich im bescheidenen Rahmen auf Sportfesten. Nach eifrigen Training wurden später Wettkämpfe bei Mannschaftskunstradfahren in Wellie, Kleinendorf, Schamerloh und Woltringhausen bestritten. Es gab Ehrenurkunden, auf denen 1. Plätze verbrieft waren. Nach Aussagen älterer Bürger erstreckten sich die Aktivitäten auch in den Geräteturnbereich. 

Jedes Mitglied war im Besitz der Vereinsnadel. Um das Vereinsleben symbolisch zu krönen, wurde im Jahr 1923 ein Banner angeschafft. Der Banner hatte viele Jahre einen Platz in der Schule gefunden, leider ist er abhanden gekommen. (Mittlerweile ist der Banner wieder aufgetaucht. Er lag all die Jahre sicher im Archiv der Samtgemeinde Uchte. Heute hängt der Banner wieder in der Schule.)


Aufgrund des Ausbruches des 2. Weltkrieges und der damit verbundenen Umbruches konnte die Vereinstätigkeit Ende der 30er Jahre nicht mehr aufrecht erhalten werden. Die auf dem Saal Quellhorst (ehemalige Bahnhofsgaststätte, heute Planen Bödeker) befindlichen Turngeräte wurden bei Ausbruch des Krieges weggeschafft. Der Saal stand dann für die Lagerung von Getreide zur Verfügung.

Die Nachkriegszeit und Gründungsphase "TuS"
In der Versammlung vom 20.02.1948 erfolgte die Gründung des "TuS" Turn- und Sportverein Bohnhorst. Den Vorstand bildeten: Die Vorsitzenden Hans Jörn und Otto Holz, der Kassierer Willi Bureck.
Jedes Vereinsmitglied erhielt eine Mitgliedskarte, auf der die monatlich gezahlten Beiträge eingetragen wurden.

Der Schwerpunkt der sportlichen Vereinsaktivitäten lag bei den Damen und Herren im Geräteturnen in den Bereichen Reck, Barren und Pferd.

'Auch Volkstänze, gymnastische Übungen und Ballspiele sorgten bei den Damen für einen abwechslungsreichen Spielbetrieb.
Obwohl auch eine Fußballabteilung gegründet wurde, konnte diese Sportart nicht ausgeführt werden, weil kein Sportplatz zur Verfügung stand. Alle Sportarten, sowie auch das 1. Herbstfest 1948 mit Turnen und Volkstänzen wurden in dem Saal beim Vereinswirt Ferdinand Quellhorst ausgeführt.
Die Gewinne dieses ersten Festes fielen der Währungsreform zum Opfer. Ende 1948 war man finanziell schon wieder soweit, dass 16 Paar Keulen und ein Medizinball angeschafft werden konnten.
In den Folgejahren wurden mit Erfolg Gerätewettkämpfe mit den Nachbarvereinen Diepenau, Nordel und Großenvörde bestritten.
Auch die Damen hatten Erfolge zu verzeichnen: so zum Beispiel bekamen von 14 teilnehmenden Turnerinnen 13 eine Auszeichnung.


Ab 1951 klagte man über eine mangelhafte turnerische Beteiligung. Auch das vorgesehene Bezirksturnfest musste wegen fehlenden Sportplatz abgesagt werden. Damit enden die Berichten in dieser Dekade.
Ehemalige aktive Turner sagten aus, das die Turntätigkeit bis in die 60er Jahre ausgeübt wurde.                                                                            

Die Erwachung - Neuorientierung ab 1959