Chronik 1948 - 1998
50 Jahre TuS Blau/Weiß Bohnhorst
Die "Erwachung" Neuorientierung ab 1959
Auf Initiative von Bürgermeister Fritz Fröhlking und einiger Sportfreunde wurde am 5. September 1959 eine "Erwachungsversammlung" mit dem Ziel einberufen, den Verein neu zu organisieren und die Sparte Fußball zu gründen.
Der Vereinsname erhält den Zusatz "Blau-Weiß".
Als Vorsitzende wurden Heinz Winkler und Willi Hasfeld, der vorher als Kassierer tätig war, gewählt. Von ihm konnte der noch vorhandene Kassenbestand in Höhe von 174,95 DM übergeben werden, damit stand etwas Grundkapital für die Beschaffung von Sportgeräten zur Verfügung. Als Vereinslokal wurde die Bahnhofsgaststätte Ferd. Quellhorst gewählt, die auch den aktiven Sportlern wie Turner, Schützen, Tischtennisspielern den Saal für die Ausübung der Aktivitäten zur Verfügung stellte.
Die Fußballer trainierten sonntags von 10.00 - 12.00 Uhr auf dem Schulplatz. Im November des Jahres wurde dann mit den Nachbarvereinen ein Fest unter der Dorflinde mit Tombola, Theater, Musik und Tanz gefeiert. Ein Riesenerfolg!
In einem Protokoll der Gemeinderatssitzung der Gemeinde Bohnhorst vom 14. April 1955 heißt es, das die Bohnhorster Sandkuhle bei Reckeweg Nr. 52 als Sportplatz vorgesehen ist. 1957 wurde dann im Rahmen der Flurbereinigung der Sportplatz endgültig an der Straße Bohnhorst - Hauskämpen Schwalenberg ausgewiesen. Nachdem der von Architekten Meerhoff genehmigt war, begann man Ende 1958 sofort mit der Errichtung des Platzes.
Das bedeutete natürlich, dass ein Großteil der anstehenden Arbeiten wie Anpflanzen von Pappeln, Erstellung der Einfriedigung sowie Erd- und gewisse Handwerkerarbeiten etc. in Eigenleistung erbracht werden mussten. Diese Tätigkeiten wurden auch teilweise sonntags ausgeführt.
Die Planierungsarbeiten führte die Firma Bollhorst, Bohnhorst, durch. Für den außergewöhnlichen großen Einsatz bei der Erstellung und Betreuung des Sportplatzes erhielt das Vereinsmitglied Willi Preuß die goldene Ehrennadel.
Das Jahr 1960 war für damalige Verhältnisse ein Jahr der vielen Wünsche und Ziele, die auch zum größten Teil in Erfüllung gingen. Ostern 1960 wurden die ersten beiden Fußballspiele der Herrenmannschaften gegen Haselhorn ausgetragen. Für die turnergruppen konnten einige Geräte wie Pferd, Bock und Matten gekauft werden.
Die Schießsportgruppe bekam ein Luftgewehr, die damit auf dem Saal ihre Schießübungen und vereinsinternen Preiswettkämpfe austrugen.
